Oh Gott, was vermisse ich meinen Urlaub zwischen den Jahren… Aber gut, das dürfte jedem so gehen, sofern er nicht noch Ferien hat oder auch sonst nie was zu tun hat. Ich für meinen Teil komme einfach nicht mehr zum Zocken. Wird Zeit für Wochenende!
Her mit den Drogen!
Ich habe viel vor, was meine Abhängigkeit in Sachen MMOs angeht. Nein, ich habe mir nicht vorgenommen, die Drogenzufuhr zu senken oder gar zu stoppen. Im Gegenteil: Zwar gilt weiterhin ein striktes “RL geht vor” - dafür 2€ ins Phrasenschwein – aber ich möchte, anders als im vergangenen Jahr, sowohl EVE als auch WoW ausgiebig spielen – sofern es die Zeit zulässt. Und wie immer halte ich Ausschau nach neuen MMO Perlen. Aber bis sich endlich ein Hersteller traut, einen Mix aus Sandbox und “player-driven market” à la EVE Online und der detaillierten, liebevoll gestalteten und leicht zugänglichen Welt wie in World of Warcraft zu entwickeln, bleibe ich wohl bei meinen beiden Favoriten.
Was bisher geschah…
Bevor ich aber näher auf meine virtuellen Zukunftspläne eingehe, erst einmal ein kleiner Rückblick. Nachdem ich meinen Mage einige Wochen vor Cataclysm noch auf 80 gebracht hatte und wenigstens einmal komplett Icecrown mitgelaufen bin, wollte ich mit Cataclysm eigentlich wieder richtig raiden. Cataclysm kam auch genau zur rechten Zeit, obwohl mir ein Release während der Ferien lieber gewesen wäre. Wobei der Launch dann wohl so richtig in die Hosen gegangen wäre.
Cataclysm + Leveln = <3
Ich muss sagen, dass Leveln im dritten WoW Addon hat mir tierisch Spass gemacht. Die Quests sind extrem abwechslungsreich, die Grafik wurde auch etwas aufpoliert und die neuen und alten Zonen, Städte und Dungeons wurden wirklich extrem gut in Szene gesetzt. Am Besten gefiel mir, zu meiner eigenen Überraschung, Vashj’ir. Die erste Unterwasserzone Azeroths ist einfach perfekt gestaltet, der Questflow ist fantastisch und die Ideen, die Blizzard in dieser Zone hatte, sind einfach genial. Und das obwohl ich normalerweise kein Fan von Unterwasserwelten bin, wenn es um Kamerabewegung, Übersicht etc. in WoW geht.
Das nennt ihr Schwierigkeitsgrad erhöhen?
Mit Cataclysm sollte endliche wieder etwas Vanilla und Burning Crusade Feeling aufkommen, hatte Blizzard vollmundig versprochen. Das merkt man manchmal auch, z.B. beim Equippen und den Heroics. Man bekommt im Vergleich nicht mehr so viele Items pro Dungeon bzw. muss mehr Dungeons als noch in Lichking machen, um sich von den “Instanzpunkten” neue Items leisten zu können. Und diese Items sind auch nicht mehr so stark wie früher.
Außerdem wurde der Schwierigkeitsgrad in den Heroics deutlich erhöht. Grundsätzlich gefällt mir das, aber an dieser Stelle zeigt sich auch, was Blizzard mit Lichking falsch gemacht hat: man hat auch Kleinkindern ein leicht verdauliches Itemfarmen anbieten wollen und hat dementsprechend den Schwierigkeitsgrad der Heroics dermaßen runtergefahren, dass es ein einziger Witz war. Selbst Moorhuhn ist herausfordernder.
Und das rächt sich jetzt: manch ein Mitspieler in Randomgruppen weiß nicht einmal, dass er CC Fähigkeiten besitzt. Da es im Moment aber notwendig ist, Mobgruppen zu kontrollieren und nicht einfach nur zu bomben, verläuft so mancher Instanzengang sehr frustierend. Und: es gibt weniger Tanks, weil auch das Tanken schwerer geworden ist. Man muss als Tank wieder der Leader der Gruppe sein und nicht einfach nur ein “AoE-DD mit Aggro und Heal am Arsch”. Er muss Ziele vorgeben und Mitspielern sagen, wenn sie falsche Targets nehmen oder bei der Aggro aufpassen müssen. Das ist vielen zu viel Stress und führt zu weniger Tanks. Leider.
Nerf the levels, plx!
Soweit , so generft. Allerdings hat Blizzard in meinen Augen an anderen Stellen zu wenig generft. Ich habe zusammen mit meiner guten Freundin akribisch jede einzelne Quest von Anfang an gemacht und wir sind relativ selten in Dungeons gegangen, alleine schon deswegen, weil wir zum Teil über eine Stunde auf eine Gruppe warten mussten. Und dennoch waren wir mit den neuen Gebieten kaum durch und waren schon am neuen Levelcap 85. Dabei hatten wir nichtmal eine Quest in Uldum gemacht und nur etwa die Hälfte im Schattenhochland.
Außerdem fehlte mir komplett Hyial, weil ich meiner Levelpartnerin ab und zu Zeit geben musste, damit sie dort ein paar Erfahrungspunkte aufholt. Warum, wenn wir alle Quests zusammen machen von Anfang an? Weil ich Bergbauer bin und bestimmt einen kompletten Level alleine durch das Abbauen von Erzen gemacht habe. Auch da könnte Blizzard was drehen.
Einfach keine XP mehr für Bergbauer und Kräutersammler und weg mit den wahnwitzigen Gildenboni. Dafür sollte man mit einem Level 85 Char leichter an Heirloomitems für seine Twinks rankommen können, die dann ordentlich Boni auf die Erfahrungspunkte geben. Wäre es denn verkehrt, wenn man wenigstens einmal den kompletten Content, also möglichst alle Gebiete (natürlich ausgenommen Gebiete, die für die gleichen Levels designt wurden) durchquesten müsste und dann dafür sehr einfach an Zusatzerfahrung für seine Twinks kommen könnte?
Weiter gehts die Tage mit dem nächsten Teil des Zwischenberichts. Er ist doch länger geworden als gedacht =)
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